Geschichten vom König Rudolf

Legenden - Fake News - Wahrheit?
Rudolf Relief RammungVom König Rudolf I. sind unterhaltsame Geschichten überliefert. Ob sie aber wahr, Fake News oder legendär sind, das ist die Frage.
Hat sich der König tatsächlich mit der Frau eines Bäckers angelegt, ist er bei seinem "Ritt zum Grab" vom Pferd gerutscht oder doch nicht, wurde ein Kuss des Speyerer Bischofs diesem wirklich zum Verhängnis?
Bernhard Bumb, der bei seinen Stadtführungen so manche Geschichte um König Rudolf am Domnapf erzählt, liest in der Bibliothek St. German aus alten Schriften "etliche nutzliche und lustige Exempel".

Zu dem Vortrag von Bernhard Bumb, Speyer, mit Lesung und Lichtbildern
am 6. November 2018, 18.30 Uhr, in der Bibliothek St. German, Speyer,
wird herzlich eingeladen.

Um Voranmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 06232 603050
oder per Mail an Bibliothek(at)Sankt-German-Speyer.de

Stellenangebot

 
     
     
Das Bischöfliche Priesterseminar St. German in Speyer ist für die Ausbildung der Priesteramtskandidaten sowie der weiteren pastoralen Berufsgruppen im Bistum Speyer zuständig. Zudem dient es als Tagungs- und Übernachtungshaus für kirchliche Gruppen und Einzelgäste. Des Weiteren unterhält das Priesterseminar eine öffentlich zugängliche wissenschaftliche Bibliothek welche dem Priesterseminar sowie dem Bistum Speyer als Seminar- und Diözesanbibliothek dient.

 
Das Priesterseminar St. German sucht
zum 01.01.2019 oder früher eine(n)
 
Bibliotheksangestellte(n)
Teilzeit (19,5 Std/Woche), befristet für 2 Jahre
 
Der Aufgabenbereich umfasst insbesondere:

  • den allgemeinen Ausleih- und Auskunftsservice
  • die Standortpflege von Lesesaal und Magazinen
  • die administrative Zeitschriftenverwaltung
  • Signierung und Etikettierung
  • leichte Buchbinderarbeiten
  • weitere typische Tätigkeiten einer/eines Bibliotheksangestellten 

Qualifikationen und Anforderungen:

  • Erfahrung in der Bibliotheksarbeit wäre wünschenswert
  • gute Kommunikationsfähigkeit
  • verantwortungsbewusstes und selbständiges Arbeiten
  • hohe Flexibilität (Flexible Arbeitszeit und Samstagdienst)
  • Teamfähigkeit 

Wir bieten:

  • eine Tätigkeit in einem dynamischen und breiten Aufgabenspektrum
  • eine herausfordernde, verantwortungsvolle und überwiegend selbständige Tätigkeit
  • ein interessantes und abwechslungsreiches Arbeitsfeld
  • eine leistungsgerechte Bezahlung sowie eine zusätzliche Altersversorgung nach dem kirchlichen Arbeitsrecht (EG 3 Anlehnung an TVöD-VKA) 
  • Sofern Sie sich durch eine hohe Einsatzfreude auszeichnen, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen möglichst mit Ihrem kath. pfarramtlichen Zeugnis.

 
Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis spätestens 15.11.2018 an
 
Bischöfliches Priesterseminar St. German
Verwaltung
Am Germansberg 60
67346 Speyer
 
Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers oder einer Mitbewerberin liegende Gründe überwiegen.

 

200 Jahre Gottfried Renn


Gottfried Renn war im 19. Jahrhundert ein weit über Speyer hinaus bekannter, ungeheuer produktiver Bildhauer. Für den Speyerer Dom schuf er die Figuren des Hochaltars, einen Christus auf dem Schalldeckel der Kanzel, eine Pieta für die Krypta, das Tympanon über dem Hauptportal, die Bauzier und viele Skulpturen des Westwerks, die Bauzier des Ostgiebels, den Kreuzweg sowie die neuen Figuren für den zerstörten Ölberg. Am Giebel der Alten Münz ist er mit den Figuren Rhenus und Spira vertreten, eine Reihe von Grabdenkmälern auf den Speyerer Friedhof sowie auf dem Kapitelsfriedhof bei der Kirche St. Bernhard sind erhalten.
Darüber hinaus war er für eine Vielzahl von Kirchen in der Diözese Speyer und im rechtsrheinischen Teil des alten Bistums, aber auch in Straßburg, Hagenau, Metz, Trier, Meisenheim, Aachen, Köln, Düsseldorf, Frankfurt und Mainz tätig.

Ölberg Renn 2Renn stammte aus einer alten Bildschnitzer- und Altarbauerfamilie aus Imst in Tirol, wo er vor 200 Jahren, geboren wurde. Seine erste Ausbildung als Bildhauer erhielt er in der Werkstatt seines Vaters, 1836 ging er an die Akademie der bildenden Künste in München und war dort Schüler Ludwig Schwanthalers.

Nach Speyer kam Renn 1847 im Zusammenhang mit den für die Ausmalung des Doms verantwortlichen Künstlern. Die Verbindung zu diesen sog. „Nazarenern“ muss recht eng gewesen sein denn Johann und Claudius Schraudolph waren Trauzeugen bei seiner Eheschließung 1849 in Speyer. Bis zu seinem Tod am 3. Oktober 1900 lebte und arbeitete Renn in Speyer, wo er ein Wohnhaus mit Atelier in der Kleinen Pfaffengasse 18 besaß, heute Teil des Bischöflichen Ordinariates.

Renn teilt das Schicksal vieler der religiös geprägten Künstler im Umfeld der Nazarener, die schonPastor bonus gegen Ende des 19. Jahrhunderts völlig geringgeschätzt wurden. Nicht nur im Dom, sondern auch in vielen Dorfkirchen wurden neogotische Altäre, Kanzeln und Skulpturen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts in großem Umfang entfernt, häufig sind die Werke verschwunden und nicht einmal in Depots mehr vorhanden. Wenige Kirchen der Diözese Speyer sind im originalen Zustand der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhalten, sie haben einen eigenen Reiz und stellen beispielhaft die religiöse Kunst dieser Epoche dar.

Die Person Renns und seine Werke wiederentdecken zu helfen, ist Ziel des Vortrages.
Zu dem Vortrag von Hermann-Josef Schwab, Bellheim,
am 16. Oktober 2018, 18.30 Uhr, in der Bibliothek St. German, Speyer,
wird herzlich eingeladen.

Um Voranmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 06232 603050
oder per Mail an Bibliothek(at)Sankt-German-Speyer.de

Zur Namenswahl "Bibliothek St. German"

Der bekannte italienische Historiker und Schriftsteller Umberto Eco hat in seinem Vortrag "Die Bibliothek" ein Negativmodell einer Bibliothek gezeichnet, das Modell einer schlechten Bibliothek.

In ihr müsste(n) unter anderem

  • die Signaturen so beschaffen sein, dass man sie nicht korrekt abschreiben kann,
  • die Zeit zwischen Bestellung und Aushändigung eines Buches sehr lang sein,
  • die Fernleihe Monate dauern,
  • der Bibliothekar den Leser als Feind, als Nichtstuer und potentiellen Dieb betrachten,
  • die Auskunft unerreichbar und das Ausleihverfahren abschreckend sein,
  • die Öffnungszeiten so sein, dass sie mit den Arbeitszeiten der Leser zusammenfallen.
  • Es dürfe möglichst keinen Fotokopierer geben,
  • immer nur ein Buch auf einmal entliehen werden,
  • und ideal sei es schließlich, wenn der Benutzer die Bibliothek gar nicht erst betreten könne.

So gesehen, glauben wir, schon vieles besser und richtig gemacht zu haben:

  • Wir haben Sofortausleihe,
  • eine Ausleihe ohne Ausweise und Gebühren,
  • einen Scan- und Digitalisierungsservice;
  • eine Fernleihbestellung wird in der Regel in Wochenfrist erledigt,
  • unsere Bibliothek ist über Mittag und an Samstagen geöffnet,
  • und wir freuen uns über jeden Nutzer unserer Bibliothek.

Manches wäre noch zu verbessern.
Etwa der Name.
Um noch deutlicher zu machen, dass unsere Bibliothek wirklich allen Interessierten offen steht, haben wir sie umbenannt.
Aus der "Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars St. German" ist seit dem 1. September 2016 die "Bibliothek St. German" geworden.
Alles andere: Trägerschaft, Öffnungszeiten und Service, bleibt unverändert.

Es sei denn, Sie sagen uns, was wir noch besser machen können!

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